Steigende Energiepreise zum Jahreswechsel
Zum Jahreswechsel müssen sich viele Haushalte auf steigende Strompreise einstellen. Zahlreiche Anbieter wie E.ON, RWE oder RheinEnergie haben teilweise deutliche Erhöhungen angekündigt. Stromtipps für 2007 Darüber hinaus wird die Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent erhöht. Die beste Möglichkeit, steigenden Strompreisen entgegenzuwirken, ist in den meisten Fällen der Anbieterwechsel. Nicht nur Verbraucherverbände raten dazu, sondern auch immer mehr Politiker. Verbraucher sollen die Möglichkeiten des Strommarktes nutzen und steigenden Strompreisen mit der Wahrnehmung günstigerer Angebote begegnen.
Übersicht
Wie funktioniert der Wechsel?
Der Stromanbieterwechsel ist einfach, schnell und ohne Risiko für den Verbraucher. Man sucht sich den passenden Stromversorger und lässt sich die Vertragsunterlagen zuschicken. Nachdem der unterzeichnete Vertrag zurückgeschickt wurde, übernimmt der neue Versorger die restlichen Formalitäten, auch die Kündigung beim bisherigen Anbieter. Wenn die kompletten Anmeldeunterlagen bis zum 10. eines Monats zurückgeschickt wurden, erfolgt der Wechsel in der Regel zu Beginn des übernächsten Monats. Der Stromzähler muss nicht ausgetauscht werden.
Vor einem Stromausfall braucht man keine Angst haben. Die sogenannte "Versorgungspflicht" garantiert die Belieferung durch den lokalen Stromanbieter.
Wie finde ich den günstigsten Stromversorger?
Der Wechsel zu einem neuen Stromversorger ist denkbar einfach. Für einen Preisvergleich benötigt man nur den Jahresverbrauch (in Kilowattstunden) und die Postleitzahl. Den Verbrauch findet man auf der letzten Stromrechnung.
Preisgarantien
Neben den reinen Preisen sollten Verbraucher auf Preisgarantien achten, die manche Stromversorger anbieten. Durch die garantierte Preisstabilität kann langfristig Geld gespart werden, denn mit sinkenden Strompreisen ist aktuell nicht zu rechnen.
FlexStrom garantiert beispielsweise den Preis seiner Strompakete für zwölf Monate. In Berlin gibt Nuon Deutschland eine Preisgarantie für 12 Monate ab Belieferungsaufnahme. Die Ökostromanbieter Die Strommixer garantieren ebenfalls den Preis für 12 Monate ab Belieferungsaufnahme. Die Stadtwerke Flensburg versprechen eine Preisstabilität für immerhin 6 Monate. Ebenso die Stadtwerke Krefeld und die Stadtwerke Düsseldorf. Allerdings liefern die drei Stadtwerke nur in ausgesuchte Regionen.
Laufzeiten und Kündigungsfristen
Ebenso sollten Laufzeiten und Kündigungsfristen beachtet werden. Verbraucherzentralen empfehlen generell kurze Fristen. Da jedoch nicht mit Preissenkungen zu rechnen ist, können längere Laufzeiten ein Garant für stabile Preise sein. Generell gilt: Tariferhöhungen geben den Kunden ohnedies ein Sonderkündigungsrecht.
Kann der Wechsel zum Stromausfall führen?
Nein. Per Gesetz ist der lokale Stromversorger dazu verpflichtet, alle Haushalte stets zu versorgen - auch wenn er nicht mehr Vertragspartner ist. Er kann also den Strom nicht einfach abstellen, weil ein Kunde gekündigt hat. De facto kommt auch nach dem Anbieterwechsel der Strom weiterhin vom lokalen Versorger. Der neue Anbieter stellt nur die von seinem Kunden benötigte Strommenge in das allgemeine Netz ein und zahlt dem lokalen Versorger eine so genannte Durchleitungsgebühr für den Transport bis in den Haushalt.