Gas

Heizung



Workshop Heizkörper: Heizkörper lackieren

Eine einfache Form der Raumheizung ist die der Einzelheizung. Sie hat den Zweck die direkte Umgebung, in der sie steht, zu beheizen. Sie kann aus einem offenen Kamin, einem geschlossenen Ofen (z. B. Kachelofen, Grundofen, Dauerbrandofen mit angeschlossenem Öltank) oder aus einer elektrisch betriebenen Widerstandsheizung (z. B. Heizlüfter, Heizstrahler oder Elektrospeicher-Heizung) bestehen.

Zentralheizung
Die Zentralheizung (Sammelheizung) sorgt für die Wärmeversorgung von Räumen oder Gebäuden. Durch Rohrleitungen wird heißes Wasser in die einzelnen Räume transportiert, in denen dann Heizkörper die Räume erwärmen oder warmes Brauchwasser zur Verfügung steht.

Die Wärme wird z.B. über die Anbindung von Fernwärme oder eine eigene Heizung erzeugt.

Bei Fernwärme wird die Wärmeenergie in Form verschiedener Medien zur Verfügung gestellt, wie z.B. Dampf oder Wasser.

In den Häusern wird dann lokal über die Hausanschlussstationen (HA-Station, HAST) die Heizung für die jeweiligen Häuser geregelt. Die Regelung erfolgt außentemperaturgeführt. Das bedeutet, dass die Vorlauftemperatur der Heizung in Abhängigkeit von der Außentemperatur gefahren wird.

Für die Festlegung der Kennlinie, die Heizkurve genannt wird, werden 4 Punkte genutzt:
  • Minimale Außentemperatur -14 Grad
  • Maximale Außentemperatur 20 Grad
  • Minimale Vorlauftemperatur 40 Grad
  • Maximale Vorlauftemperatur 80 Grad
Die minimale und maximale Außentemperatur sind feste Werte, die nicht verändert werden. Die Kennlinie wird daher immer mit den Werten Minimale und Maximale Vorlauftemperatur verändert. Die oben genannten Werte für die Vorlauftemperatur variieren je nach Anlage und werden durch den Betreiber festgelegt. Die Kennlinie wird als Heizkurve bezeichnet.

Als Grundannahme dient die Pflicht des Betreibers, innerhalb der Wohneinheiten eine Temperatur von 22 Grad Celsius bei -14 Grad Außentemperatur bei maximaler Stellung des Thermostatventils zu gewährleisten.


Warmwasserheizung
Eine Warmwasserheizung besteht aus einem zentralen Wärmeerzeuger, der das Wärmeübertragermedium Wasser erwärmt und mit einer Pumpe oder durch den Dichteunterschied des Wassers (Schwerkraftheizung) durch Rohrleitungen (Vorlauf) zu den Heizflächen fördert, die die Wärme durch Konvektion der Luft an den Heizkörperoberflächen an den zu beheizenden Raum abgeben. Anschließend fließt das abgekühlte Wasser über die Rücklaufleitungen zurück zum Wärmeerzeuger.

Die Warmwasserheizung arbeitet mit Wassertemperaturen zwischen 30 °C und 90 °C. Das Wasser wird durch Rohrsysteme in Heizkörper (Heizleiste, Radiator), Fußbodenheizung oder Wandheizung gepumpt und gibt dort Wärme ab.

- Wirkungsgradverbesserung durch niedrige Rücklauftemperatur beim Brennwertkessel

Durch Auslegung der Heizflächen und des Rohrnetzes mit niedriger Rücklauftemperatur (unter 50 °C bei Gas bzw. unter 40 °C bei Heizöl) kann ganzjährig die Energie aus dem Wasserdampf des Rauchgases genutzt werden.

Für den optimalen Betrieb einer Warmwasserheizung ist ein hydraulischer Abgleich. Obwohl dieser in der (VOB) Teil C gefordert, wird er aber in der Praxis von Heizungsbauern fast nie ausgeführt und auch vom Fachplaner fast nie überprüft.

In größeren Heizungsanlagen mit mehreren Wärmeerzeugern und Verbraucherkreisen wird die hydraulische Weiche oder ein Zortströmverteiler eingesetzt, um Heiz- und Verbraucherkreise hydraulisch zu entkoppeln.

- Heizungs-Umwälzpumpe

In heutigen Warmwasserheizungen wird der Transport der Wärme vom Kessel zu den Heizkörpern durch eine Umwälzpumpe sichergestellt. Im Einfamilienhaus reichen in der Regel kleinste Pumpenleistungen aus. Die energiesparendsten Umwälzpumpen für den Ein- und Zweifamilienhausbereich kommen heute mit einer elektrischen niedrigsten Leistungsaufnahme von 5 bis 7 Watt aus, oft werden Pumpen mit 40 Watt und mehr eingesetzt. In der Regel sind die Pumpen heute 3fach zu groß dimensioniert. Es gibt bereits Hocheffiziez-Pumpen der Energieklasse A, die Stromeinsparungen bis zu 80 % ermöglichen.


Fußbodenheizung
Die Fußbodenheizung gehört zur Gruppe der Flächenheizungen. Der große Durchbruch der Fußbodenheizung hat sich seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts rasant vollzogen. Ein wichtiger Grund dafür ist die Behaglichkeit. So ermöglicht es etwa eine Fußbodenheizung, selbst im Winter im Haus barfuß zu gehen. Ein weiterer Vorteil ist die architektonische Freiheit der Raumgestaltung. Dazu kommen noch die hygienischen Aspekte einer Fußbodenheizung. Staubaufwirbelung findet nicht statt. Durch die gleichmäßige Flächenwärme wird das Wachstum der Hausstaubmilbe und die Schimmelpilzbildung verhindert.

Im oder unter dem Heizestrich werden Rohre aus überwiegend Kunststoff oder seltener Kupfer verlegt. Als Kunststoff kommen verschiedene Materialien zum Einsatz. Der am meisten verwendete Kunststoff ist das vernetzte, sauerstoffdichte (ansonsten Korrosionsgefahr im Heizungskessel!) Polyethylen (PE-X). Die Verlegung erfolgt entweder modular, mäanderförmig oder bifilar (Schneckenform). Der bifilaren Verlegung wird nach Möglichkeit der Vorrang gegeben, da mit dieser Verlegeart eine gleichmäßige Wärmeverteilung im beheizten Raum erreicht wird. Die modulare Verlegung erfolgt auch bei der Betonkernaktivierung. Die Fußbodenheizung wird nochmals in Nasssysteme (Zementestrich oder Anhydritestrich) und Trockensysteme (Trockenestrichplatten) unterschieden. Beim Nasssystem werden die Rohre im Estrich installiert.


Dampfheizung
Bei der Heißwasserheizung und der Dampfheizung wird das Wasser über 100 °C erwärmt. Der erzeugte Wasserdampf wird durch Rohrleitungen transportiert und kondensiert in den Heizkörpern unter Wärmeabgabe, das Kondensat fließt zum Heizkessel zurück. Die bei der Kondensation freiwerdende latente Wärme bewirkt eine sehr große freigesetzte Heizleistung.


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Heizung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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