Gas

Fenster



Heutzutage kann ein Fenster in vielen gewünschten Formen und Größen erstellt werden, dieses ist von besonderer Bedeutung da das Fenster ein besonderes Aushängeschild des Bauherren darstellt. Dabei sind Fertigungsvorgaben, statische Bedingungen, die Funktion und die Baunormen zu berücksichtigen. Grundlage für ein neues Fenster sind meist Baukastensysteme, das heißt, die Fensterprofile und das Zubehör sind schon erprobt und aufeinander abgestimmt, sie werden nur noch auf die korrekte Länge gebracht und zusammengesetzt.

Bei modernen Gebäuden wie dem Sony-Center in Berlin spricht man häufig von Elementfassaden da hier direkt Fenster an Fenster montiert werden und diese nur noch an die Gebäudedecken ihre Lasten abtragen. Diese Bauweise ermöglicht die Montage von etwa 20 dieser großflächigen Elemente pro Stunde.


Öffnungsarten des Fensterflügels

Man unterscheidet Fenster nach den Bewegungsmöglichkeiten beim Öffnen:
  • Drehkippfenster werden üblicherweise eingesetzt, manchmal auch nur als Dreh oder nur als Kippfenster
  • Schwingfenster mit einer mittigen, horizontalen Drehachse
  • Klappfenster, wenn die horizontale Drehachse oben liegt, diese Fenster gehen meistens nach außen auf
  • Schiebefenster in den Arten horizontal oder vertikal schiebend
  • Faltfenster
  • Lamellenfenster: Dabei werden kleinere Fensterstreifen wie bei einer Jalousie zueinander verdreht



Aufteilung des Fensters

Je nach Größe des Fensters oder der Maueröffnung besteht das Fenster aus mehreren einzelnen Elementen
  • einflügliges Fenster: Es gibt genau ein bewegliches Element.
  • Flügelfenster: Es gibt mindestens zwei bewegliche Elemente, die nebeneinander angeordnet sind und eine vertikale Drehachse haben.
  • Oberlichter: oberer Teil eines horizontal geteilten Fensters, die meist eine horizontale Drehachse haben oder starr sind.
  • Unterlichter: unterer Teil eines horizontal geteilten Fensters, die meist starr ausgeführt sind.


Funktionen des Fensters

  • Wärmeschutz als Schutz vor Auskühlung des Gebäudes, die Anforderung steigt durch erhöhte Energiepreise und gesetzliche Forderungen (Energieeinsparverordnung)
  • Sonnenschutz als Schutz vor sommerlicher Überhitzung, dies ist besonders bei einem großen Fensterflächenanteil in Südausrichtung von Bedeutung
  • Beleuchtung des Innenraumes mit natürlichem Licht
  • Energiegewinn, da durch Glas nicht nur Wärme verloren geht, sondern auch bei günstiger Sonnenausrichtung Energie eingefangen wird.
  • ggf. Sichtschutz beispielsweise durch Verspiegelungen, Milchglas oder Ornamentglas
  • aber auch die Sichtfreigabe ist gesetzlich geregelt (Arbeitsstättenrichtlinie)
  • ggf. Objekt- und Personenschutz durch Verbundsicherheitsglas (durchschusssichere Verglasung, Absturzsicherung...)
  • ggf. Schallschutz: Um das Schallschutzmaß zu verbessern, wird die Dicke einer Scheibe erhöht. Durch Verbundglasscheiben mit speziellen schallschluckenden Folien wird die Elastizität der Scheibe erhöht. Das verbessert auch die schalldämmenden Eingenschaften. Vor einigen Jahren wurde der Scheibenzwischenraum mit einem Gas, welches schwerer als Luft ist, gefüllt beispielsweise SF6. SF6 ist aber wegen seiner ozonschädigenden Eigenschaften aufgrund des Kyotoprotokolles zum Klimaschutz in den meisten europäischen Ländern mittlerweile verboten.
  • Schutz vor eindringender Luft (Wind): Man geht davon aus, dass knapp die Hälfte der Energieverluste eines Gebäudes auf Undichtigkeiten zurückzuführen ist.
  • Schutz vor eindringendem Wasser
  • Belüftung und Entfeuchtung

Bei allen Qualitätsmaßnahmen am Fenster sind allerdings auch die Anschlüsse Blendrahmen zum Mauerwerk ein wesentliches Detail, die bei ungenügender Ausführung die Wirkung hochwertiger Fensterkonstruktionen entwerten. Die Abdichtung erfolgt mittels Kunststofffolien, Versiegelung oder bei einfachen und kleinen Konstruktionen über Montageschaum. Die Befestigung erfolgt zumeist über Spreizdübel oder mit Metalllaschen, so genannten Eindrehankern.

Sämtliche am Markt angebotenen Fensterkonstruktionen bieten unabhängig vom Material gute bis sehr gute wärmedämmende Eigenschaften. Früher war ein Fenster eine wärmetechnische Schwachstelle in den Außenwänden. Heute erreicht man mit modernen Fenstern die gleichen Energiebilanz-Werte wie bei Außenwänden. Dabei wirken sich bei Fenstern auch die solaren Zugewinne während der Heizperiode und die Einsparungen von elektrischem Licht durch natürliche Beleuchtung positiv in der Bilanz aus.


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Fenster aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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